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Tag 31: Vat Phu

Bevor wir uns einen Motorroller ausleihen wollten, wollten wir als erstes Bargeld holen. Der Automat schluckte meine Visa-Karte und zeigte „Please wait…“. 10 Sekunden, 20, 30, eine gefühlte Ewigkeit. Dann wechselte der Bildschirm auf schwarz, wenig später war ein Windows-Desktop zu sehen. Meine Visa blieb im Bauch des Automaten. ☹️ Ein Einheimischer, der hinter mir wartete, gab mir den Tipp, zur Bank zu gehen. Sie war nur wenige Gehminuten entfernt. Dort hörte sich ein Mitarbeiter der „ATM Unit“ mein Problem an und sagte mir, ich könnte die Karte um 14:00 Uhr abholen. Etwas ungläubig verließ ich die Bank und ging zurück zu Kati, die am Automaten gewartet hatte. Wir versuchten es mit ihrer Karte an einem Automaten einer anderen Bank direkt gegenüber, keine Probleme…
Wir wollten uns den Tag nicht verderben lassen und mieten nun mit ca. einer Std. Verspätung endlich einen Roller, um zu einem Tempel 40 km südlich von Pakse zu fahren.
Der Tempel Vat Phu besteht aus einer imponierenden Anlage, die an einen Berg gebaut wurde. Je näher man dem eigentlichen Tempelgebäude kommt, umso höher steigt man die Treppen aus dem 11. Jahrhundert nach oben.
Oben sieht man neben der verwunschen wirkenden 800 Jahre alten Ruine des Tempelgebäudes auch noch einen tollen Ausblick auf die ganze Tempelanlage und das Umland.
Die lange Anfahrt und der schweißtreibende Aufstieg hatten sich wirklich gelohnt!
Wir wären gern noch länger geblieben und hätten gern noch einige Ecken des Geländes erkundet. Jedoch mussten wir uns wieder auf den Rückweg machen, um um 14 Uhr wieder bei der Bank zu sein. Nach der ca. einstündigen Fahrt ging ich gespannt wieder in das Büro der „ATM Unit“. Beide Mitarbeiter in dem Raum bedienten gerade Kunden, an der linken Wand saßen ca. 6 weitere Kunden und warteten. Ich wurde jedoch sofort nach Eintreten von dem Mitarbeiter, mit dem ich am Morgen gesprochen hatte, nach meinem „Passport“ gefragt. Kurze Kontrolle, 10 Sekunden später hielt ich meine Visa-Karte wieder in den Händen. Was für eine Erleichterung!
In bester Stimmung machten wir ca. eine Stunde Mittagspause und berieten, was wir am Nachmittag noch machen wollten. Spontan entschieden wir uns, in Richtung des Bolevan-Plateaus zu fahren. Da es permanent ziemlich steil nach oben ging, und unser 100cc-Renner ziemliche Mühe mit uns zwei „Leichtgewichten“ hatte, merkten wir jedoch bald, dass wir es in der verbleibenden Zeit nicht mehr weit schaffen würden. Wir wollten es vermeiden, bei den schlechten Straßen und der schlechten Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Roller zu fahren. Auf der Landkarte entdeckten wir in der Nähe einen Wasserfall. Kurzentschlossen fuhren wir dort hin und stellten fest, dass er ganz reizend war. Wir waren ausnahmsweise einmal ganz alleine dort, mit mehr Zeit und Badeklamotten im Rucksack hätte man dort wirklich super schwimmen können.
Wir machten uns jedoch wieder auf den Rückweg. Dabei kamen wir an interessanten Pflanzen vorbei. Da das Bolevan-Plateau als Anbaugebiet für Kaffee bekannt ist, vermuteten wir, dass es sich um Kaffee-Pflanzen handelte. Wir konnten auch einige Früchte entdeckten, die Kaffeebohnen enthalten könnten. Etwas weiter wurden am Straßenrand entsprechende Früchte getrocknet. Und daneben lagen dann die rohen Kaffeebohnen. Sehr interessant!

In der immer dunkler werdenden Dämmerung erreichten wir gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit unser Ziel, den Vermieter des Rollers. Wenig später waren wir in unseren Hotel angelangt und gingen als erstes in die Rooftop-Bar um zu gucken, ob man noch etwas vom wunderschönen Sonnenuntergang sehen konnte. Das war leider nicht so, stattdessen treffen wir aber zufällig unsere neue Freundin aus der Schweiz dort oben. Nach einem Drink machten wir uns gemeinsam auf den Weg in den „Secret Garden“ eines Restaurants und hatten zum Abschluss eines aufregenden Tages ein tolles Essen mit interessanten Gesprächen über viele exotische Reisen…

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