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Tag 23: Zweifacher Millionär

Leider mussten wir schon früh aus unserem tollen Hotel raus, da unsere Mekong-Tour schon um 8:00 Uhr wieder weiter ging.
Wie am gestrigen Tag ging die Fahrt wieder sehr entspannt den Fluss hinunter und wir hatten wieder viel Zeit das Ufer zu beobachten und dabei Musik zu hören. Es ergaben sich auch immer wieder interessante Gespräche mit den Mitreisenden. Jeder war sehr entspannt und genoss die ruhige Fahrt.
Und dabei legten wir ordentlich Strecke zurück: Über die zwei Tage waren es 150 km + 180 km in ca. 7 Std. + 8 Std., also im Schnitt ca. 22 km/h. Mit den Bus schafft man hier zwar etwas mehr als die doppelte Geschwindigkeit (ca. 50 km/h), es ist aber lange nicht so gemütlich und beruhigend…
Gegen Mittag besuchten wir wieder ein kleines Dorf am Ufer. Nach der gestrigen Erfahrung musste ich mich erst überwinden mitzugehen. Jedoch sah man schnell deutliche Unterschiede: Es gab eine einfache Treppe den Hang zum Dorf hoch, es gab einen kleinen Dorfplatz, es gab Stromleitungen in die Häuser hinein und die Häuser sahen alle deutlich besser aus als die Bambushütten in dem Dorf, welches wir gestern besucht hatten. Auf dem Weg, der durch das Dorf führte, hatten sich rechts und links Frauen mit kleinen Ständen aufgebaut und verkauften Tücher, Armbänder und ähnliches.
Plötzlich kam aus einer Richtung Kindergeschrei und man sah viele Kinder von einem Hügel auf uns zu ins Dorf laufen. Oben auf dem Hügel konnte man ein Schulgebäude erkennen. Die Kinder hatten alle Rucksäcke auf dem Rücken und Teller und Gabeln in der Hand. Manche Kinder waren im Laufen immer noch dabei zu essen. Dann entdeckten wir am hinteren Dorfrand auch noch große Reisfelder. Was für ein Unterschied zu gestern!
Alle Mitreisenden gingen in sehr gelöster Stimmung und mit vielen Tüchern ausgestattet zurück zu unserem Slowboat. Hier hatten die Menschen zwar ein einfaches aber dennoch viel besseres Leben. Und die Kinder bekamen Bildung!
Nach kurzer Fahrt besichtigten wir noch eine Höhle, bald darauf legten wir in Luang Prabang, dem Ziel unserer Bootstour, an. Es hieß Abschied nehmen, den meisten fiel es nicht leicht.
Nachdem wir unser Zimmer in unseren neuen Guesthouses bezogen hatten, besorgten wir uns als erstes Bargeld. Der Automat gab als Höchstgrenze zwei Millionen vor und wenig später hielt ich genausoviel in den Händen! Zweifacher Millionär! Doch nicht lange: die erste Million vorderte Kati eine Minute später ein und nach dem Abendessen waren es nur noch 920.000 laotische Kipp. Ungefähr 92 Euro…

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