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Tag 21: 60er Jahre

Nachdem wir ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt hatten, packen wir und machten wir uns wieder auf den Weg zur Busstation. Wir hatten schon einige Tage zuvor erfahren, dass der Bus von Chiang Rai nach Chiang Khong an der Grenze zu Laos nicht reserviert werden konnte. Man geht einfach zum Busbahnhof und alle 30 Minuten fährt ein Bus ab, bezahlt wird an Bord.
Der Bus, der 15 Minuten später abfahren sollte, war besonders. Besonders alt. Ich schätze, er hat schon Ende der 60er Jahre Menschen und Güter von A nach B gebracht. Er war voller Rost, Beulen und Kratzer, der Lack teilweise abgeblättert. Die Sitzbänke waren schmal, die Türen waren offen und permanent mit Spanngurten gesichert. Als wir los fuhren hörte sich der Motor an, wie ein alter Schiffsdiesel.
Langsam bahnte sich der Bus seinen Weg durch die engen Gassen von Chiang Rai, auf der Landstraße wurde er ein wenig schneller. Durch die offenen Türen und Fenster kam angenehme Luft herein. Immer wieder konnten wir schöne Landschaften oder interessante Dörfer im Vorbeifahren beobachten.Wie versprochen, erreichten wir nach gut zwei Stunden Chiang Khong am Mekong River. Guter alter Bus!
Am Fluss entlang gingen wir zu Fuß zu unserer Unterkunft. Der Mekong sieht hier nicht viel anders aus, als die Elbe oder der Rhein. Mal sehen, wie sich das auf der zweitägigen Bootstour den Mekong hinunter entwickeln wird, auf die wir morgen früh starten…

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